Dienstag, 22. Februar 2005

Geogemälde der peruanischen Wüste

Nazca-Linien
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Die Nazca-Linien sind riesige Scharrbilder in der Nazca-Wüste auf der gleichnamigen Kontinentalplatte in Peru. Sie sind dort während der Zeit der Nazca-Kultur entstanden, die zeitlich zwischen 200 v. Chr. und 800 n. Chr. anzusiedeln ist. Benannt sind die Linien, die Wüste und die Kultur nach der unweit der Ebene liegenden Stadt Nazca. Die Bilder selbst zeigen kilometerlange gerade Linien, oder riesige geometrische Flächen sowie Tierfiguren, von einer Grösse von 10 bis mehreren Hundert Metern, die Abbilder von Affen, Vögeln oder Walen o.ä. zeigen. Die Nazca-Linien gehören daher zu den global verbreiteten Geoglyphen.

Entdeckt wurden die Nazca-Linien erst in den 1920er Jahren, als die ersten kommerziellen Fluglinien über die Nazca-Wüste flogen und Passagiere die Linien ausmachten. Entstanden sind die Bilder durch eine Entfernung des Wüstenlacks, der große Steinflächen der Wüste mit Eisen- und Manganoxiden überzieht. Nach einer Entfernung dieser Schicht sticht der helle Untergrund der Wüste durch und lässt die Figuren sichtbar werden. Die mysteriösen Zeichner lebten wahrscheinlich in der Stadt Cahuachi, welche von Archäologen in den letzten Jahren in der südlich der Wüste gelegene Pampa entdeckt haben. Sie wurde vor etwa 2000 Jahren erbaut und etwa 500 Jahre später aus bislang ungeklärten Gründen zerstört.

Gerade ihrer unbekannten Entstehung wegen wurden verschiedenste Theorien über diese Linien entwickelt. Wie konnten die Menschen der damaligen Zeit in der Lage sein, solche grossformatigen Figuren zu zeichnen. 1927 war Toribio Mejia Xesspe der erste, der heutigen Epoche, der sich wissenschaftlich mit den Bildern beschäftigte und sie als "große Artefakte der Inkazeremonien" interpretierte. Weltweit bekannt wurden sie nach 1949 durch die Arbeit der deutschen Dr. h.c. Maria Reiche, die sich, seit sie zum ersten Mal 1941 die Linien studierte, bis zu ihrem Lebensende 1998 unermüdlich für Schutz und Erhalt dieser Wüstenfiguren einsetzte und sich um deren Interpretation bemühte.

Ihr ursprünglicher, von Paul Kossok inspirierter Ansatz, einen riesigen aufgezeichneten Kalender in den Figuren zu sehen, wird heute nur noch bedingt unterstützt. Immernoch ist vieles ungeklärt, jedoch wird eine Mischung aus agrikultureller, astronomischer und religiöser Bedeutung der Linien angenommen. So gibt es deutliche Zusammenhänge zwischen den Richtungen mancher Linien und Sonnwendpunkten, sowie zwischen den pfeilartigen Flächenzeichnungen und unterirdischen Wasservorkommen. Von den Tierfiguren wird angenommen, dass sie als rituelle Pfade bei Zeremonien dienten.

Der Schweizer Autor Erich von Däniken veröffentlichte 1968 in seinem Werk „Erinnerungen an die Zukunft“ die Theorie, die Nazca-Linien könnten außerirdischen Besuchern als Landebahnen gedient haben. Nach von Däniken soll das Nazca-Volk dies missverstanden und stattdessen geglaubt haben, die Linien seien von Göttern errichtet worden, woraufhin die Nazca die Linien erhalten und ausgebaut haben sollen, um die Götter zur Erde zurückzulocken.

Neben den Wüstenlinien gibt es reichhaltige Keramikfunde, die uns die Kultur der alten Nazca-Bewohner näher bringen. Bislang konnten jedoch keine archäologischen Querbezüge zwischen diesen beiden Artefakt-Gruppen hergestellt werden.

Oft sind diese Figuren nur daumentief und 20 cm breit. Auf einer Fläche von 250 km² entstanden schnurgerade, bis zu 10 km lange Linien, Dreiecke und trapezförmige Flächen. Dazwischen liegen Figuren, die Menschen, Tiere und Pflanzen darstellen. Durch die enorme Größe sind sie nur aus der Luft zu erkennen.

Seit ihrer Entdeckung durch Paul Kosok, einem Spezialisten für antike Bewässerungssysteme, wurde viel über diese Zeichnungen gerätselt. Ab 1946 beschäftigte sich die Deutsche Maria Reiche damit und widmete ihr ganzes Leben den Linien. Viele der Figuren sind durch Fuß- und Autospuren zerstört. Erst durch die Initiative Reiches ergriff die peruanische Regierung Maßnahmen, um die Zerstörung zu verhindern.

Deutungen dieser Monumente beschäftigen viele Wissenschaftler. Die Erklärungen reichen von einem Sternenobservatorium über Ritualplätze, heilige Straßen bis zu Bewässerungssystemen, und manchmal ist sogar von Landeplätzen Außerirdischer die Rede.

Also ein weiterer Fall für Detektiv Colombo ;-)

Die UNESCO erklärte 1994 die Bodenzeichnungen zum Weltkulturerbe.

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